Warum nicht mal was anderes, warum nicht online? Das dachten sich die Gründungsmitglieder der Onlineschülerzeitung Kurzschluss, als sie das Projekt 2001 starteten.
Vier Schüler der Jahrgangsstufe Neun fanden sich Anfang 2001 zusammen, um eine Schülerzeitung zu gründen. Nach vielen Diskussionen über Konzept und Form wurde die erste Homepage online gestellt, die mangels eines Webdesigners noch erhebliche Mängel aufwies. So war die erste Reaktion auf das Projekt im Wesentlichen Kritik. Doch die Vier ließen sich davon nicht abschrecken und mit dem Einstieg eines neuen Administrators gewann die Homepage an Professionalität, auch die Redaktion wuchs.
Die Schülerzeitung war von Anfang an besonders. Nicht nur, dass sich das Internet zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz so sehr durchgesetzt hatte, wie das heute der Fall ist. Die Redaktion war schon früh demokratisch organisiert. Im Gegensatz zu den meisten Schüler- und auch "richtigen" Zeitungen gab es nicht einen Chefredakteur, der bestimmt, was gemacht wird, sondern eine mehrköpfige Chefredaktion. Diese Tradition besteht noch heute und schützt uns unserer Meinung nach vor Willkür. Die Redakteure sind in fast alle Entscheidungsprozesse eingebunden, neue Artikel bedürfen stets der Zustimmung der Redaktionsmehrheit. Nur wenn es mal schnell gehen muss, kann die Chefredaktion alleine entscheiden.
Dass das Konzept funktioniert, zeigt sich bei einem Blick auf die Auszeichnungen: Es begann mit einem ersten Platz beim Spiegel-Schülerzeitungswettbewerb 2002/2003 in der Kategorie Sonderthema für den Artikel "Chatten, Filme schauen und Musik via Handy: UMTS macht's möglich", dem eine ganze Kette von weiteren Auszeichnungen durch den Spiegel folgte: 2004 Platz sechs für das Foto "Krokus unter der Lupe", 2005 Platz eins für den Artikel "Freud & Leid mit Klingeltönen", einem Patchwork-Artikel der gesamten Redaktion, eine lobende Erwähnung für den Onlineauftritt und Platz zehn in der Gesamtwertung. 2006 folgte ein siebter Platz für den Artikel "SMS und MMS - sind Liebesbriefe schon ausgestorben?".
Daneben wurde der Artikel "Teils virtuell, teils real - Autoentwicklung bei Opel" beim Tekno-Reporter-Wettbewerb der hessischen Landesregierung mit dem ersten Platz ausgezeichnet.
Heute besteht die Redaktion aus elf festen Redakteuren und Chefredakteuren, überwiegend Schüler und Schülerinnen der neunten Klasse. Eine Übersicht über die aktuelle Redaktion gibt es im Impressum auf unserer Homepage. Wie jede Schülerzeitungsredaktion ist sie einem ewigen Wechsel unterworfen, da Redakteure die Schule verlassen oder sich auf andere Dinge konzentrieren. Daher sind wir immer auf der Suche nach neuen Talenten. Mitmachen kann jeder Schüler der Goetheschule, von der fünften bis zur dreizehnten Klasse. Ansprechpartner für alle Interessierten sind die Redakteure sowie die begleitende Lehrkraft Frau Koch.
Das Konzept der Onlineschülerzeitung wollen wir fortsetzen, da es viele Vorteile hat: Die Artikel sind kostenlos und jederzeit abrufbar, man benötigt nur einen PC mit Internetanschluss. Gleichzeitig können wir aktueller sein, da wir neue Artikel sofort veröffentlichen können, statt ein halbes Jahr auf das Erscheinen der nächsten Ausgabe zu warten. Außerdem ist es möglich, jeden Artikel zu lesen, der je bei uns geschrieben wurde, einschließlich aller oben genannter Wettbewerbsartikel und des allerersten Artikels vom August 2001, "Die Goetheschule stellt sich vor". Trotzdem überlegen wir, zusätzlich eine gedruckte Ausgabe zu produzieren, um eine breitere Leserschaft zu erreichen. Dazu würden wir uns freuen, einen Layouter/eine Layouterin in unseren Reihen begrüßen zu dürfen.
Nach der Gründung folgten bewegte Jahre mit wechselnden Redaktionen und großen Erfolgen, aber das Projekt ist noch lange nicht zu Ende. Es liegt an euch, seine Zukunft zu gestalten, als Leser oder als Macher.
Stand: Mai 2007 |